Zur Geschichte des Antisemitismus an der Friedrich-Wilhelms-Universität

Von der Gründung bis ins 20. Jahrhundert

Berlin Universität um 1900

Diese Führung nimmt Sie mit auf eine Spurensuche durch die Geschichte der Friedrich-Wilhelms-Universität – und damit durch fast zwei Jahrhunderte jüdischen Lebens, Ausgrenzung und Widerstand in der akademischen Welt Berlins.
Von den frühen Debatten des 19. Jahrhunderts über den Antisemitismusstreit im Kaiserreich und die politischen Umbrüche der Weimarer Republik bis hin zur systematischen Vertreibung jüdischer Wissenschaftler*innen in der NS-Zeit zeigt sich, wie eng die Entwicklung der Universität mit gesellschaftlichen Vorurteilen und Ausgrenzung verbunden war. Der Ausschluss jüdischer Studierender und Lehrender erfolgte dabei Schritt für Schritt – oft selbst dann, wenn sie bereits zum Christentum konvertiert waren.

Zugleich erinnert die Führung an prägende Persönlichkeiten wie Fichte, Hegel, Treitschke oder Mommsen, deren Ansichten und Wirken das Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung mitgeprägt haben.

Fichte als Redner

Hegel
Treitschke
Mommsen
Doch es ist auch eine Geschichte des Widerstands, der Bildungskraft und der Beharrlichkeit: Jüdische Gelehrte und Studierende blieben trotz Diskriminierung intellektuell aktiv, prägten das wissenschaftliche Leben der Universität entscheidend mit und setzten ein starkes Zeichen für Aufklärung und Menschlichkeit.
Diese Führung möchte ihre Stimmen wieder hörbar machen – und dazu anregen, die Verantwortung für eine offene, gerechte und erinnernde Wissenschaftskultur bis heute wachzuhalten.

Bücherverbrennung Opernplatz Berlin

Nirit Ben-joseph